Option und Buchung: so läuft ein Model-Booking ab
Option, Festbuchung, Buyout: Das Booking hat eigene Regeln, und die stehen meist in den AGB der Agentur. Hier ist der übliche Ablauf, belegt an veröffentlichten Bedingungen deutscher Agenturen.
Die Option: eine Reservierung auf Termin
Eine Option reserviert ein Model für einen Termin, noch ohne Buchung. Book Now Models beschreibt Optionen als terminverbindliche Reservierungen, S Models ebenso. Mehrere Kunden können denselben Termin optionieren. Dann entscheidet der Rang: Wer nicht die erste Option hält, erfährt seinen Rang, und verfällt eine frühere Option, rücken die folgenden nach.
Wichtig ist die Frist. Sie unterscheidet sich von Agentur zu Agentur: Bei Book Now Models verfällt eine Option, wenn nicht spätestens drei Werktage bis 18 Uhr vor Beginn fest gebucht wird, bei S Models sind es sieben Werktage. In beiden Fällen kann die Agentur auch auffordern, dann bleibt ein Werktag.
Die Festbuchung ist verbindlich
Sagt der Kunde zu, schickt die Agentur eine Bestätigung mit Ort, Zeitraum und Honorar und informiert das Model. I-Models beschreibt die Buchung als grundsätzlich bindend für beide Seiten, sie lässt sich nur gegen ein Ausfallhonorar stornieren. Deshalb gehören Ort, Zeit, Honorar und Nutzungsumfang schriftlich fest, bevor das Model zusagt.
Wer Vertragspartner ist
Die Agentur vermittelt, und der Vertrag kommt in der Regel zwischen Kunde und Model zustande. Book Now Models formuliert es so: Die Agentur werde hinsichtlich der Leistung des Models nicht selbst Vertragspartner, sondern vermittle die Vertragsbeziehung. Was bei Ihnen gilt, steht in Ihren eigenen Verträgen.
Provision und Abrechnung
Nach dem Job reicht das Model Reise-, Übernachtungs- und Überstundenkosten ein. Die Agentur stellt sie dem Kunden zusammen mit dem Honorar in Rechnung und überweist nach Zahlungseingang an das Model, abzüglich der Provision.
Die Höhe steht in den AGB: Book Now Models nennt 20 Prozent, S Models 25 Prozent des Honorars, soweit nichts anderes vereinbart ist. Das I-Models-Glossar nennt für Deutschland 20 bis 25 Prozent auf Honorar und Buyout. Das sind Beispiele und keine Regel.
E-Rechnung: Was Agenturen wissen sollten
Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ausstellen müssen sie Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz ab 2027, alle übrigen ab 2028, mit Übergangsregeln bis dahin. Das Bundesfinanzministerium nennt XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 als passende Formate, ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC-WL.
Ob und wie das für Ihre Agentur gilt, etwa bei Rechnungen im Namen des Models, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.
CastTool führt eine Anfrage über Verfügbarkeit und Angebot bis zur Rechnung im Format ZUGFeRD/Factur-X. Mehr zu Booking und Rechnung