Sedcard erstellen: was draufgehört und was nicht
Die Sedcard ist die Visitenkarte eines Models. Sie zeigt in wenigen Bildern und Zahlen, ob jemand für einen Job infrage kommt. Eine gute Sedcard beantwortet genau diese Frage und nichts anderes.
Was eine Sedcard ist
Eine Sedcard fasst Bilder und Maße eines Models auf einer Karte zusammen, meist auf zwei Seiten. International heißt sie Comp Card, Composite Card oder Z-Card. Die Wikipedia nennt für metrische Länder das Format A5 auf festem Karton.
Heute kommt sie oft digital als PDF oder Profilseite zum Kunden. Der Aufbau ist derselbe geblieben, denn Casting Directors vergleichen viele Karten schnell und erwarten alles an der gewohnten Stelle.
Vorderseite und Rückseite
Die Vorderseite trägt ein großes Porträt mit Wiedererkennungswert, dazu den Namen und, wenn vorhanden, das Logo der Agentur. Die Rückseite zeigt zwei bis vier kleinere Bilder, die Maße und die Kontaktdaten. So beschreibt es zum Beispiel Promotionbasis, und die übrigen Ratgeber weichen nur in der Zahl der Bilder ab.
- Porträt: aktuell, wenig Bearbeitung, klarer Blick
- Ganzkörper: zeigt Proportionen, also keine weite Kleidung
- Ein Bild mit Ausdruck oder Bewegung, das etwas Persönlichkeit zeigt
- Natürliche Aufnahmen (Polaroids, Digitals) gehören in die Mappe, einige Agenturen setzen eines auch auf die Karte
Welche Angaben dazugehören
Üblich sind Größe, Brust, Taille, Hüfte oder bei Männern Anzug- und Innenbeinmaß, dazu Schuhgröße, Augen- und Haarfarbe. Die Zahlen müssen stimmen. Eine geschönte Angabe fällt spätestens beim Fitting auf und kostet mehr als jeder verlorene Job.
Bei den Kontaktdaten gilt: Steht eine Agentur hinter dem Model, gehören nur ihre Daten auf die Karte. Keine private Anschrift, keine private Nummer. Das empfiehlt auch Movie-College. Bei minderjährigen Models raten wir außerdem, den Nachnamen wegzulassen.
Häufige Fehler
Die meisten Probleme haben nichts mit der Gestaltung zu tun, sondern mit der Pflege.
- Bilder, die nicht mehr dem aktuellen Aussehen entsprechen
- Sedcard und Website zeigen verschiedene Maße
- Zu viele Bilder, sodass keines hängen bleibt
- Private Kontaktdaten auf einer Karte, die weitergereicht wird
- Fotos ohne geklärte Nutzungsrechte
Sedcards in der Agentur pflegen
Die Karte veraltet, sobald sich etwas am Model ändert. Wer sie von Hand in einer Vorlage pflegt, muss jede Änderung zweimal eintragen. Einfacher wird es, wenn Karte und Website aus denselben Daten entstehen, denn dann kann es keine zwei Stände geben.
CastTool erzeugt die Sedcard als PDF aus dem Profil, nur mit freigegebenen Bildern und Angaben. Mehr zum Model-Portal